Feministische Einzelkämpferinnen Gruppen

Frauenbewegung und Stuttgart 21

„Gehört und ernst genommen werden“ ist seit Beginn der Emanzipation von Frauen eine zentrale Forderung – sei es in Fragen der Ausbildung, des Wahlrechts oder des zwischenmenschlichen Miteinanders.

Nicht erst seit Stuttgart 21 ist diese Forderung auch seitens der Bevölkerung zur (parlamentarischen) Demokratie zu vernehmen: Die Massenproteste gegen die Agenda 2010 haben nicht entsprechendes Gehör gefunden. Die Bildungsstreiks wurden gerne von Seiten der Minister_innen banalisiert und jetzt eben die Proteste gegen Stuttgart 21, die mit erheblicher Staatsgewalt (sprich: Polizei) unterdrückt werden soll(t)en. 

Gerade jetzt muss es darum gehen, die Forderung „Gehört und ernst genommen werden“ gesamtgesellschaftlich aufzunehmen und dem Staat zu verdeutlichen – denn wenn ich als Mensch nicht ernst genommen werde ist es unwahrscheinlich, dass ich als Frau ernst genommen werde.

Die Proteste gegen Stuttgart 21 sind spätestens seit dem 30.09.2010 keine Proteste mehr gegen Stuttgart 21. Vielmehr findet die Ohnmacht der Bevölkerung gegenüber den Parlamenten einen Kanal. (z.B.: Deutschlandradio)

Deswegen schließe ich mich den Protesten gegen Stuttgart 21an, denn wenn  Zehntausende Menschen dagegen protestieren, sollte „der Staat“ darauf mit Interesse reagieren. 

Wird die Demonstration bagatellisiert, müssen wir dafür sorgen, dass dieses demokratische Mittel der politischen Beteiligung ernst genommen wird. Meinen Vorschlag dazu, findest Du bei „Das Volk steht auf“.

 

Artikel von Stephanie Mayfield

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